Arbeitsmarkt · Stand Oktober 2026

Welche Arbeitsplätze die KI verändert

Künstliche Intelligenz schafft neue Stellen und verändert bestehende. Anders als frühere Automatisierungswellen betrifft generative KI vor allem Büro- und Wissensarbeit. Ob ein Arbeitsplatz wegfällt, hängt weniger vom Beruf ab als von den einzelnen Tätigkeiten.

Tätigkeiten statt Berufe

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) misst, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs heute schon von Technik übernommen werden könnte, das sogenannte Substituierbarkeitspotenzial. Im Job-Futuromat des IAB lässt sich dieser Wert für einzelne Berufe abrufen. Ein hoher Wert bedeutet nicht, dass der Beruf verschwindet, sondern dass sich die Arbeit darin stark verändert.

Wo der Wandel am deutlichsten ist

Besonders betroffen sind Tätigkeiten mit standardisierten Texten, Daten und Abläufen:

  • Sachbearbeitung, Buchhaltung und Dokumentenprüfung
  • Kundenservice mit wiederkehrenden Anfragen
  • Übersetzung, Redaktion und einfache Texterstellung
  • Programmieren von Standardfunktionen
  • Recherche und Zusammenfassung

Wo neue Arbeit entsteht

Neue Stellen entstehen dort, wo KI entwickelt, betrieben, abgesichert und eingeführt wird: in Datenteams, im Betrieb von KI-Systemen, in Governance und Compliance sowie in Schulung und Beratung. Hinzu kommen Rollen, die KI-Ergebnisse prüfen und verantworten.

Tätigkeiten mit körperlicher Arbeit in wechselnden Umgebungen, persönlicher Zuwendung oder komplexer Verhandlung sind bisher deutlich weniger betroffen.

Häufige Fragen

Wird mein Arbeitsplatz durch KI ersetzt?
In den meisten Berufen werden einzelne Aufgaben übernommen, nicht der ganze Arbeitsplatz. Einen ersten Anhaltspunkt bietet der Job-Futuromat des IAB.
Welche Berufe sind sicher vor KI?
Keiner ist völlig unberührt. Weniger betroffen sind bislang Handwerk, Pflege, Erziehung und Tätigkeiten mit viel direktem Kontakt zu Menschen.

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