Tätigkeiten statt Berufe
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) misst, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs heute schon von Technik übernommen werden könnte, das sogenannte Substituierbarkeitspotenzial. Im Job-Futuromat des IAB lässt sich dieser Wert für einzelne Berufe abrufen. Ein hoher Wert bedeutet nicht, dass der Beruf verschwindet, sondern dass sich die Arbeit darin stark verändert.
Wo der Wandel am deutlichsten ist
Besonders betroffen sind Tätigkeiten mit standardisierten Texten, Daten und Abläufen:
- Sachbearbeitung, Buchhaltung und Dokumentenprüfung
- Kundenservice mit wiederkehrenden Anfragen
- Übersetzung, Redaktion und einfache Texterstellung
- Programmieren von Standardfunktionen
- Recherche und Zusammenfassung
Wo neue Arbeit entsteht
Neue Stellen entstehen dort, wo KI entwickelt, betrieben, abgesichert und eingeführt wird: in Datenteams, im Betrieb von KI-Systemen, in Governance und Compliance sowie in Schulung und Beratung. Hinzu kommen Rollen, die KI-Ergebnisse prüfen und verantworten.
Tätigkeiten mit körperlicher Arbeit in wechselnden Umgebungen, persönlicher Zuwendung oder komplexer Verhandlung sind bisher deutlich weniger betroffen.